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Home >> Random Blog Entries >> Ode an den Schrebergarten
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Alles hat seine Orndnung und der Rosenweg sein SchildMein allmorgentlicher Weg zur geistigen Verdummung, zu meiner Finanzresourcenquelle, führt mich durch eine der letzten Bastionen urbaner Romantik: Schrebergärten; gelebte Träume kleiner, schlauer Menschen. Es soll Leute geben, die diese verzweifelt verteidigten, innerstädtischen Biotope der naturdeutschen Seele, schnöde als Kleingärten, ja gar Parzellen titulieren. Sollen sich diese Kleingeister doch ihr Gehirn parzellieren.  Der wahre Wert des Schrebergartens ist irgendwo zwischen Emanzipation und Smartphone auf der Strecke geblieben. Mir jedenfalls zaubern sie ein Lächeln auf das zerknautschte Gesicht, wenn ich morgens auf meinem Fahrrad vom Begonienweg in den Rosenweg abbiege. Im Amalienweg ächzt Frau Müller schon früh morgens über dem Unkraut. Der Asternweg schließlich, führt mich wieder in die Stadt, den Trubel und Alltagskrach. In der Schreberwelt gibt es nur ruhige, besinnliche Wege, allenfalls noch totenstille Sackgassen, niemals aber überquellende Straßen und Alleen.
Schrebergärtner leben ruhig und bescheiden. Der Rasen wird noch mit dem mechanischen Rollrasenschneider gemäht und es wird gegessen was sich Erde und Witterung mit harter Arbeit abtrotzen läßt. Ja, man möchte meinen sie haben etwas mönchisches an sich.

 

Hexenhäuschen hinter BrombeerenEin Schuft wer da denkt dies entsprünge kleinbürgerlicher Spießigkeit und doch wohl auch ein hoffnungsloser Idealist, wer behauptet es gründe auf bewußtem Verzicht. Der Wunsch nach ein wenig heiler Welt und ungestörter Idylle hingegen, ja der, der ist wohl real und gewollt. Doch seien wir ehrlich: Was ist falsch an einem Liegestuhl mit einem kühlen Bier im Sonnenschein?! Vielleicht zwitschert noch der ein oder andere Vogel sein Lied von der Tanne, die wir schon längst hatten kürzen wollen. Es sind diese Momente des Friedens, wenn der Wind sanft über unsere Häarchen streicht und den Geruch von Harz und frischgemähtem Gras mit sich trägt, vielleicht auch den Duft von frisch gegrillten Würstchen. Wenn man so mit geschlossenen Augen seine Umwelt erschnüffelt und erlauscht, werden aus 100m2 schnell eine ganze Welt.

 

Arm sind diejenigen, die solche Freuden als ihrer nicht würdig erachten. Freut Euch Kinnas, die Gärten leeren sich und die wahren Spießer bleiben diesmal draußen. Ein Hurra der kontemplativen Gartenarbeit aus reinem Selbstzweck. Zurück zu den Karotten, lasst uns wieder schrebern!!!

Last Updated on Monday, 21 March 2011 09:09  

Comments  

 
#1 RE: Ode an den SchrebergartenfruiBx 2011-03-25 08:16
hey lordi, wie gehts wie stehts ?
Quote
 

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