Schrebergärtner leben ruhig und bescheiden. Der Rasen wird noch mit dem mechanischen Rollrasenschneider gemäht und es wird gegessen was sich Erde und Witterung mit harter Arbeit abtrotzen läßt. Ja, man möchte meinen sie haben etwas mönchisches an sich.
Ein Schuft wer da denkt dies entsprünge kleinbürgerlicher Spießigkeit und doch wohl auch ein hoffnungsloser Idealist, wer behauptet es gründe auf bewußtem Verzicht. Der Wunsch nach ein wenig heiler Welt und ungestörter Idylle hingegen, ja der, der ist wohl real und gewollt. Doch seien wir ehrlich: Was ist falsch an einem Liegestuhl mit einem kühlen Bier im Sonnenschein?! Vielleicht zwitschert noch der ein oder andere Vogel sein Lied von der Tanne, die wir schon längst hatten kürzen wollen. Es sind diese Momente des Friedens, wenn der Wind sanft über unsere Häarchen streicht und den Geruch von Harz und frischgemähtem Gras mit sich trägt, vielleicht auch den Duft von frisch gegrillten Würstchen. Wenn man so mit geschlossenen Augen seine Umwelt erschnüffelt und erlauscht, werden aus 100m2 schnell eine ganze Welt.
Arm sind diejenigen, die solche Freuden als ihrer nicht würdig erachten. Freut Euch Kinnas, die Gärten leeren sich und die wahren Spießer bleiben diesmal draußen. Ein Hurra der kontemplativen Gartenarbeit aus reinem Selbstzweck. Zurück zu den Karotten, lasst uns wieder schrebern!!!






Comments
RSS feed for comments to this post.