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Wednesday, 14 March 2012 09:36
Liko
 Manchmal im Leben entwickeln sich Orte zu mehr als der schieren Existenz eines Punktes auf der Karte. Und einige ganz wenige davon schlagen so tiefe Wurzeln in unseren Herzen, dass man anfängt sie Heimat zu nennen, selbst dann noch, wenn man nicht einmal dort aufgewachsen ist. Meine alte WG in der Schwachhauser Heerstr. in Bremen ist so ein Ort und ist meine gewachsene Heimat. Zum 1. April 2012, wird die Wohnung mit ihrem verwunschenen Dachboden kernsaniert und alle Bewohner müssen ausziehen. Keiner von uns hegt deswegen Groll. Die Decken sind brüchig und das Bad und die Wände verschimmeln. Es war einfach Zeit. Aber die Wehmut die in unseren Erinnerungen an die gemeinsam an diesem Ort gelebte Zeit mitschwingt, bleibt ein Teil unseres Lebens. Unzählige am Küchentisch durch disskutierte Nächte, geteilte Mittag- und Abendessen, verbrannte Toasts und in die Schüssel gebrüllte Biere. Kopfschmerzen beim ersten Kaffee. Schreie hinter verschlossenen Türen nach Toilettenpapier. Der vertraute Duft auf der Treppe, wenn das Gulasch Deines Mitbewohners auf dem Herd blubbert. Süße Melancholie, Riefen in unserem Kerbholz, das wir stolz vorzeigen wie ein Krieger seine Narben. Solchen Orten gebührt ein entsprechend würdevoller Abschied. In diesem Fall, eine Party wie sie die Welt noch nicht gesehen hat, eine WG-AbrissParty: Die letzte Reise nach Alang. 24 Euro und 3 Cent Flaschenpfand standen am Ende zu Buche...
Last Updated on Wednesday, 14 March 2012 19:18
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Tuesday, 14 February 2012 09:57
Liko
 Hospitality Exchange (kurz: HospEx) Plattformen gibt es mittlerweile ziemlich viele. Aus exotischen Netzwerken einiger weniger tausend Hippies und Weltenbummler, haben sich Soziale Internetplattformen mit zum Teil mehreren Millionen Mitgliedern entwickelt. Das Angebot ist immer das gleiche: Unterkunft für lau, überall wo es Mitglieder gibt, also nahezu weltweit. Doch zum Glück bieten diese Plattformen mehr, sehr viel mehr, nämlich kulturellen Austausch auf direkter, zwischenmenschlicher Ebene und dienen damit dem eigentlich Gründungsgedanken. Doch wie so oft, so liegen auch hier Licht und Schatten eng beieinander. Auf der einen Seite das Ideal von einer besseren Welt, geschaffen durch die Förderung internationaler Freundschaften und der Völkerverständigung, und auf der anderen Seite, die durch stetig steigende Mitgliederzahlen, wachsenden Begehrlichkeiten unserer sich vollständig verkommerzialisierenden Welt. Wo die Reise letztlich hinführen wird, bleibt abzuwarten. Momentan, so scheint es, steht das uralte Gebot der freien und freiwilligen Gastfreundschaft zur moralischen Disposition. Und dennoch, so wie die Gier des Menschen ihn dazu veranlasst aus allem Profit zu schlagen, so treibt seine Kreativität die schönsten Blüten und Alternativen. Es wird wohl immer mehr als eine HospEx-Plattform geben.
Last Updated on Tuesday, 14 February 2012 17:26
Saturday, 04 February 2012 16:10
Liko
 You might be suprised on the mere thought that somebody with absolutely nothing to do procrastinates into the day. Just as well, the very same person could cease to exist out for pure pointlessness. But why, when procrastinating your end is so much more fun. We might as well have just detect the very reason of the ongoing existence humankind: Rhythmic procrastination of their natural end, simply lacking a better idea of what to do else. Boredom, in fact, is nothing but cerebral emptiness, an absence of creativity that keeps us from fullfilling our "duties"? Why would a jobless care to find a job, if it is so much more fun to continue starring at an empty white ceiling with the shadow of a cable cast over it by your bed lamp. Your mind barely recognises the cable, or the ceiling, but only realises a white area with a black line crossing from left to right. The only other alternative would be to discover that by finding a job your reason to exist would vanish and you'd be forced to suicide.
Last Updated on Tuesday, 14 February 2012 17:40
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Sunday, 23 October 2011 09:35
Liko
 Liebe/r Meeresbiologiestudierendenaspirant (Was für'n Scheisswort), Es schreiben mich immer wieder junge Menschen an die gerne Meeresbiologie studieren möchten. Die meisten haben gerade ihr Abitur gemacht und immer noch nur Flausen im Kopf. Diese setzen sich aus äußerst romantischen Vorstellungen zusammen, die reichbebilderte Phantasien von der Arbeit mit Delphinen, Haien, Schildkröten und bunten Korallen unter palmbestanden, tropischen Stränden beinhalten. Ja, auch mich hat dieser Traum einst zum Studium der Meeresbiologie verleitet. Leider ist er nur bedingt wahr geworden und hat vor allem viele Entbehrungen und Sorgen mit sich gebracht. Damit den geneigten Leser dieses Schicksal nicht unvorbereitet trifft, hinterlasse ich meine Gedanken in diesem Artikel:
Last Updated on Sunday, 23 October 2011 13:52
Sunday, 03 July 2011 08:56
Liko
Willkommen zum Weltuntergang.
Gestern hatte ich eine kleinere Diskussion mit meinem Bruder, Ergebnis: Frust pur. Absolut verständlicher Natur, wie ich zugeben muss. Ich hatte ihn gebeten doch ein wenig mehr auf seine Umwelt zu achten, zu seinem eigenen und seiner Kinder Wohl. Die alten Kamellen, also. Und wie eigentlich nicht anders zu erwarten, aber doch zum ersten Mal in dieser Art vernommen:
"Mir doch egal, ihr habt doch die Welt zu Grunde gerichtet. Also darf ich das auch! Warum sollen wir jetzt Euren Mist ausbaden?"
Last Updated on Sunday, 03 July 2011 11:30
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